Andacht - CVJM Adlerbrücke
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Andacht
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Ich aber vertraue auf dich, Herr, und sage: „Du bist mein Gott!“

Psalm 31, 15

Ein starkes Bekenntnis eines Mannes (David), der es wahrhaftig nicht leicht hatte in seinem Leben. Als Kind und Jugendlicher als der Jüngste gering geachtet von seinen Geschwistern, musste er die Schafe seines Vaters hüten. In einsamen Stunden dort auf den Wiesen sind wunderschöne Lieder/Gebete entstanden, die uns auch heute noch ansprechen. Später wurde er vom Propheten Samuel zum König gesalbt und aufgrund dieser Tatsache vom noch herrschenden König Saul gehasst und verfolgt. Noch viel mehr gibt es aus seinem Leben zu berichten. Er war nicht nur Opfer, sondern auch Täter, hatte Ehebruch und anschließende Hilfe zur Tötung des Ehemanns der Frau auf dem Gewissen.

Was war das Geheimnis Davids, der als „Freund Gottes“ bezeichnet wird? Eben obiger Vers: „Ich aber vertraue auf dich, Herr, und sage, ‚Du bist mein Gott!‘

Die Psalmen Davids machen es uns vor, wie es gehen kann, dass auch wir dahin kommen, Gott unser Vertrauen auszusprechen. Vertrauen inmitten von allem und trotz allem, was wir erleben. Vertrauen in einsamen Stunden. Vertrauen, wenn uns das Liebste genommen wird. Vertrauen, inmitten von Krankheit und Leid. Vertrauen, wenn uns die Arbeit über den Kopf wächst, und auch Vertrauen, wenn wir keine Arbeit mehr haben. Vertrauen, wenn wir schuldig geworden sind.

David schreit sein Leid, seine Verzweiflung, seinen Kummer, seine Wut, seine Angst heraus. Sein Adressat ist Gott. Er bringt Gott seine Wut, seine Angst, einfach alles, was in ihm ist, und in dem erlebt er plötzlich, wie er getröstet, gehalten und geliebt ist. Es ist ein Geheimnis, das sich nicht erklären, aber erleben lässt. Es lässt ihn ausrufen: „Trotz allem: Ich vertraue auf dich, mein Gott!“

Vertrauen, wenn es uns gut geht und die Sonne vom Himmel lacht, ist leicht. Vertrauen in Widrigkeiten ist ein Geschenk. Probiert es aus. Klagt Gott das, was euch das Leben schwer macht, und wartet ab was passiert! (Und vergesst den Dank nicht, wenn ihr erlebt, wie sich in euch etwas verändert.) Und seid dessen gewiss, dass am Ende wirklich alles, alles gut werden wird. Das hat er versprochen. Und was Gott verspricht, das hält er auch! (Offb. 21, 3 + 4)

Dorothea König