Andacht - CVJM Adlerbrücke
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Andacht
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Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Johannes 7,38

Flasche leer

Für Fußballfans unvergesslich geblieben ist der Wutausbruch des damaligen Trainers des FC Bayern München bei einer Pressekonferenz im Jahr 1998. Nach einer schwachen Leistung seines Teams, die zu einer Niederlage gegen den FC Schalke 04 geführt hatte, knöpfte sich der Trainer seine Spieler vor: „ Was erlauben Strunz…ware schwach wie eine Flasche leer!“ – so der Italiener Giovanni Trapattoni, der seine legendäre Stellungnahme mit den Worten schloss: „Ich habe fertig!“ – Leer wie eine Flasche fühlen sich in unserer Zeit immer mehr Menschen: saft- und kraftlos, innerlich leer und ausgebrannt. Psychologen reden vom Burn-out-Syndrom, um den inneren Erschöpfungszustand zu charakterisieren. Dabei trifft es oft gerade die aktiven und leistungsbereiten Menschen, die an ihre Grenzen stoßen und sich fragen, wo sie Kraft und neuen Lebensmut her nehmen können.

Jesus verspricht denen, die an ihn glauben, dass von ihrem Leibe Ströme lebendigen Wassers fließen. Wer sich kraftlos und leer fühlt, darf im Glauben an Jesus neue Kraft und Zuversicht schöpfen. Wie das geschieht? So, dass wir aus der Unruhe des Tages den Kontakt zu ihm suchen, ihm unseren leeren Hände und Herzen entgegen strecken und ihn bitten, uns mit der Kraft seines Geistes neu zu füllen. Es kann sein, dass wir uns auch einmal bewusst eine Auszeit gönnen sollten, an „Stillen Tagen“ in einem Einkehrhaus teilnehmen und seelsorgerlichen Zuspruch durch einen erfahrenen Christen in Anspruch nehmen.

Jesus will aber nicht nur die „leere Flasche“ neu füllen, sodass die Kraft zur Bewältigung unserer täglichen Aufgaben reicht. Er gibt nicht wie ein Getränkeautomat, der leere Flaschen exakt bis kurz unter die Flaschenöffnung auffüllt. Er gibt im Überfluss, sodass die vollen Flaschen sogar überströmen. Ist das nicht Vergeudung? Nein, denn Jesus will uns sagen: ich will euch nicht nur so viel Kraft und Zuversicht geben, dass ihr damit in eurem eigenen Leben über die Runden kommen könnt. Ich gebe euch so viel, dass ihr davon auch noch anderen abgeben könnt. Darum glauben wir Christen nicht an einen engherzigen, knickerigen, sondern an einen freigebig und großzügig schenkenden Gott.

Zwischenmahlzeit

K-J. Diehl,

Andachtsbuch 13.Januar, S. 18