Andacht - CVJM Adlerbrücke
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Andacht

 

Schaffe in mir Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen Geist. Psalm 51,12

 

Erinnert Ihr Euch noch an Eure ersten Kindergebete? Ich habe eines von meiner frommen Oma gelernt. So betete ich als kleines Kind: „Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Als ich in die Pubertät kam, empfand ich dieses Gebet als kindisch und naiv. Der Gedanke, andere Gleichaltrige könnten mich bei so einem Gebet „erwischen“, löste in mir ein Gefühl der Peinlichkeit aus.
Heute denke ich anders darüber: ein reines Herz zu haben; reingewaschen von schlechten Gedanken und bösen Taten, frei von eigensüchtigen Wünschen und Gefühlen und stattdessen fest und klar dem Willen Gottes verpflichtet, weil Jesus Wohn- und Entscheidungsrecht im eigenen Herzen bekommen hat; das wäre ein entscheidender Fortschritt. Dazu ist es notwendig, sein Leben immer wieder einer gründlichen Generalüberholung zu unterziehen. So wie König David mit einem Bußgebet reinen Tisch vor Gott machte als ihm Natan schonungslos die Schuld des Ehebruchs mit Batseba und des Mordes an ihrem Mann vorhielt. Da war sich der große König nicht zu gering, Gott zu bitten: „Mein Herz mach rein!“
Es geht nicht um das Polieren an der äußeren Fassade; es geht um eine gründliche Innenrevision unseres Lebens. Da beobachtet ein Junge, wie ein Fensterputzer eine große Fensterscheibe putzt. Ein hässlicher Fleck ist offenbar nicht wegzukriegen. Der Mann putzt; der Junge grinst. Das wird dem Mann zu bunt und er fährt den Jungen an: „Was grinst du denn so blöd?“ Darauf der Junge: „Wann kapierst du es endlich: Der Fleck sitzt innen!“ Es gibt einen Schmutz, von dem wir uns nicht selbst reinwaschen können, auch wenn wir noch so sehr auf eine makellose äußere Erscheinung Wert legen. Diesen Schmutz nennt die Bibel „Sünde“. Davon kann uns allein Gott in seiner Güte befreien, wenn wir ihn ehrlich darum bitten.

Nach Klaus-Jürgen Diehl