CVJM Adlerbrücke | Andacht
15684
page-template-default,page,page-id-15684,ajax_fade,page_not_loaded,,qode_grid_1200,qode-theme-ver-17.1,qode-theme-bridge,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-5.6,vc_responsive
181004-Andacht-Schafe

Andacht
_

 

„Du Gott bist ja da !“

Ich habe liebe Bekannte in der Schweiz. Eine Dame stammt aus Bern. Wenn ich bei ihr bin, lesen wir die Bibel auf Berner Mundart. 75 % verstehe ich, den Rest muss sie mir übersetzen. Wir lasen zusammen den 23 Psalm.

 

Ein Psalm Davids.
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
(Luther Übersetzung)

Meine Bekannte sagte dazu, sie ließe der Herr weg, das wä­re für sie zu befremdlich. Ich habe darüber nachgedacht: die Aussage der Herr ist für mich sehr wichtig, denn es ist der Herr, der sagt „Ich bin der Herr dein Gott, du brauchst keine anderen Götter“ (Götter = alle die Dinge, wo mein Herz sehr dran hängt, ) und dieser Herr will mein Hirte sein und mich führen, also hat er einen Plan mit mir!
Zurück zur Übersetzung aus der Mundart. Da heißt es weiter ,,auf grüne Matten lässt er mich weiden und lässt mich ruhen, wo´s Wasser hat.“
Ich blieb bei dem Wort „ruhen“ hängen. Ich fragte mich, nehme ich das Führen in die Ruhe an, damit ich frisches Quellwasser, das Wort Gottes, aufnehmen kann? Die Jahreslosung sagt aus: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Was­sers.“  – Zurück zur Ruhe: Genieße ich in der Ruhe seine wunderbare  Schöpfung? Vers 3 sagt Neues Leben gibt er mir und führt mich auf den richtigen Weg. So ist ER seinem Namen treu. Gott, der mich wie ein Hirte führen will, bleibt sich treu, auch wenn meine Treue oft fraglich ist. Seine Treue ist es, dass ich in einer fürchterlichen Schlucht keine Angst haben muss, (so heißt es in der Mundart); denn ich höre das Klack, Klack des Stabes (Aber hören wir wirklich hin?) Das Klack, Klack des Stabes macht mir Mut, nicht woanders Hilfe zu suchen, nicht bei anderen Gottheiten. Der H E R R, der Himmel und Erde geschaffen hat, will in seiner Treue mich leiten wie ein Hirte. (Na­türlich muss er auch die Klauen säubern, damit ich wieder laufen kann! … und auch mal scheren!)

Marie-Luise Dahlhaus-Floeck