Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr.  Jesaja 45,22

Ein Passagierschiff ist auf Grund gelaufen. Die Menschen rennen durcheinander, schreien, suchen nach Rettungswegen. Einer drängt den anderen beiseite. Das Chaos und die Gefahr werden immer größer. Einer müsste da sein, der weiß, was zu tun ist; einer, der Gehör und Vertrauen findet bei allen. Damit wäre die Rettung möglich!

Bedrohung und Not, Ängste und Leiden gibt es auch auf unserem „Raumschiff Erde“, auf dem es immer enger wird. Auch spüren und sehen wir die Katastrophen, die unseren Lebensraum mehr und mehr zerstören. Einzelne Menschen und ganze Völker verdrängen einander rücksichtslos. Mit erschreckenden Bildern wird uns davon täglich aus der Ferne und aus unserem Umfeld berichtet. Viele Stimmen um uns, die Rettungswege anbieten, widersprechen sich, verwirren und enttäuschen uns.

Einer ist da, der retten kann, der Leben gibt mitten in aller Not und Bedrohung: Gott, der Herr – der eine Gott für alle Menschen und Völker. Er hat die Welt und die Menschen geschaffen, er will sie an ihr Ziel bringen. Darum ruft er alle, sich ihm zuzuwenden: Fragt nach meinem Willen, vertraut meiner Liebe und gebt sie an andere weiter.

„Wendet euch zu mir!“ Jeder neue Tag bringt Begegnungen und Entscheidungen, bei denen deutlich wird, ob wir dem Ruf, der zum Leben führt, folgen. Gott gibt uns nicht auf; er hilft uns, seine Stimme zu hören.

Aus: Für Andacht und Gottesdienst 1995, Vgl. Günther Schulz, S. 7.