überZEUGEnd SEIN

 

Jahresthema 2012 im CVJM Adlerbrücke und in der Arbeitsgemeinschaft der CVJM

Was hat Sie zuletzt überzeugt? Ein inspirierender Mensch? Ein guter Einkauf? Ein Gedanke aus einer Predigt? Lassen Sie sich schnell überzeugen oder sind Sie erst mal skeptisch? Jesus begegnet immer wieder Menschen, die frustriert sind: Was überzeugend schien, hat sich als brüchig erwiesen. Und so bleibt das Leben in einer Warteschleife oder schlimmer: im Abseits. Und Jesus? Was macht ihn so überzeugend? Mal sind es Wunder, mal ein treffendes Wort in die Lebenssituation. Mal hilft er direkt, mal konfrontiert er hart aber heilsam. Jesus überzeugt Menschen damals wie heute. Besonders beeindruckt mich, wie er seine Jünger beruft: „Komm und Sieh!“ sagt da einer zum anderen – und Lebensläufe wandeln sich (Vgl. Johannes 1, 43-51). Baut Jesus auf dieses erste Staunen? Nein, dabei bleibt er nicht stehen. Er richtet den Blick nach vorne: „Du wirst noch viel größere Dinge erleben!“ (gleiche Geschichte).

Zum einen überzeugt das Sichtbare und Gegenwärtige zum anderen das Unsichtbare und Kommende. Diese Spannung wollen wir als Christen aushalten. Bei uns kann man viel sehen. Vor ein paar Jahren kam mal ein Bankmitarbeiter, der vor einer Spende sehen wollte, was wir so machen. Was er gesehen hat, hat ihn überzeugt – Gott sein Dank. Aber zugleich ist hier mehr, als man sehen kann: Wir CVJMer sind berufen, hier in Unterbarmen Gottes Liebe und seine Botschaft auszubreiten. Darin schließen wir uns Jesus an, der uns als Zeugen beruft. Der Zeuge gibt die eigene Überzeugung weiter. Diese Überzeugung gibt uns täglich die Kraft, uns hier einzusetzen. Aber wir wollen auch andere Überzeugen: Unser Einsatz als Christen für die Kinder und Jugendlichen hier ist lohnenswert – und zwar auch für uns selber. Denn gerade da, wo die Liebe tätig wird, begegnen wir Gott selbst.