Ich aber dachte, ich arbeitete vergebens und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz. Jes 49,4

Jesaja, von dem der Vers stammt, war ein Mann Gottes. Er arbeitete mit vollem Einsatz für ihn. Doch am Ende hatte er den Eindruck, dass alles vergeblich war!

Das kennen wir auch: wir organisieren, reden schreiben, beten. Was bleibt sind manchmal nur müde Herzen! Ist alles umsonst?

Ebenso erging es Jesaja – doch Gott sprach mit ihm und erklärte ihm, wozu er ihn berufen hatte: ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde (Jes 49, 6b).

Gott lässt uns auch nicht im Dunkel der Entmutigung stehen: Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt (Matt. 5, 13-14). Auch sagt er Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unbeweglich und nehmet immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisset, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.    (1. Kor. 15,58).

Das heißt also: Gott hat wichtige Aufgaben für uns und jeder Einsatz und jedes Zeugnis für ihn hat einen Sinn. Gott hat einen Plan mit uns, den er durchführen und durchsetzen wird, auch wenn wir in bestimmten Situationen keine Erfolge sehen und nichts verstehen. Oft können wir seine erreichten Ziele erst vom Ende her verstehen und erkennen. Das macht es uns so schwer, Gott zu vertrauen, dass er das Richtige für uns tut.

Der Herr möge uns mehr und mehr Vertrauen schenken, dass wir ihm glauben, dass er es gut mit uns meint und dass alles, was sich bei uns ereignet an seinen guten Augen vorbeigegangen ist.

         Dorothea Fischer