Apostelgeschichte 14,17

Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.  

Paulus und Barnabas hatten in Lystra einem Mann die Heilung von seiner Lähmung zugesprochen. Die Menschen, die das sahen, wollten die beiden ehren und ihnen Opfer bringen. Sie hielten sie für menschgewordene Götter. Paulus und Barnabas rissen sich die Gewänder vom Leib, sprangen unter die Menschen und riefen: Ihr Leute, was macht ihr da? Wir sind Menschen wie ihr auch. In unserer guten Botschaft an euch geht es doch gerade darum, dass ihr erkennt, was wahr ist und euch zu dem lebendigen Gott hinwendet. Dem Gott der Himmel und Erde gemacht hat. Ja, er hat die Völker ihre eigenen Wege gehen lassen, aber er hat sich immer wieder gezeigt, in dem er euch Gutes getan hat.  

Wie oft passiert es mir, dass ich glaube zu wissen, wie etwas ist und habe es bereits in mein Bild von den Dingen eingepasst. Da ist bequem und deshalb auch schnell passiert. Gut, wenn es dann Menschen gibt, die mir sagen: Sieh es mal so. Betrachte es mal aus einer anderen Perspektive. Den Perspektivwechsel muss ich einüben, immer wieder. 

Der Perspektivwechsel eröffnet mir aber neue Einsichten und Aussichten. Wie lange hat es gedauert, bis ich erkennen konnte, dass nicht ich Gott suchen muss, dass er mich sucht. Dass es nicht darum geht, was ich tun muss, um zu Gott zu kommen, sondern anzunehmen, dass Gott alles getan hat, dass ich zu ihm kommen kann. 

Wie sollten die Menschen in Lystra das Wunder der Heilung einem anderen Gott zurechnen, als den Göttern, die sie kannten? Sie waren angewiesen darauf, dass jemand sie zum Perspektivwechsel aufruft, um den zu erkennen, der sich unablässig abmüht, um die Menschen zu erreichen.                                                                                                                                                                                                                                                      Ralf Nix