Bürgerrechte  Epheser 2, 19

Es ist ein großes Privileg, wenn man in einem Staat Bürgerrechte genießt. Man gehört zu einer Gemeinschaft, in der einem Schutz gewährt wird und in der man arbeiten und leben, studieren und sich erholen kann. Man hat als Bürger ein festes Zuhause.

Aber es gibt auch Grenzen innerhalb dieser Gemeinschaft, die oft durch das unter­schied­liche Herkommen gezogen werden. Das war auch so in der Urchristenheit. Sie bestand zu­nächst nur aus Juden, aus Menschen des von Gott erwählten Volkes Israel. Sie hatte Gesetze, die für andere, den Fremden, nicht galten.

Als nun aber nicht nur Juden, sondern auch Heiden Christen wurden, gab es schwere Auseinandersetzungen. Juden waren der Meinung, dass nur diejenigen zum Volke Gottes gehören können, die die Geset­ze des Moses erfüllten. Dagegen hatte Paulus ge­stritten und erklärt, dass Jesus die Mauer, die zwi­schen Juden und Heiden bestand, eingerissen und zwischen verfeindeten Menschenbrüder Frie­den geschaffen habe. Durch Jesus haben nun alle, die sich zu ihm bekennen, volles Bürgerrecht im  Reiche Gottes bekommen. Sie gehören nun zu den Hausgenossen Gottes und sind keine Frem­den mehr. - Ist uns das wirklich bewusst? Nehmen wir unser Bürgerrecht mit Dankbarkeit wahr?

Dann müssten es auch die anderen merken, die wir zu diesem Vorrecht einladen sollen. Doch über die zuvor erwählten Bürger können wir uns nicht erhe­ben, sondern sie als unsere älteren Brüder und Schwestern anerkennen und ehren.

       Werner A. Wienecke