… mit Leidenschaft

„Wir können nicht lassen von dem zu reden, was wir gehört und gesehen haben!“

Sie hatten versucht Petrus und Johannes einzuschüchtern, indem sie die beiden vor den versammelten Hohen Rat mit seinen „Oberen und Ältesten und Schriftgelehrten“ (Apg. 4,5) zitierten und ihnen eindringlich ins Gewissen redeten „dass sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen Jesu Christi“ (Apg. 4,17) reden oder lehren sollten. Doch die Reaktion der beiden Fischer vom See Genezareth war angesichts der geballten Macht der Jerusalemer Autoritäten über-raschend und eindeutig: „Wir können’ s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben (Apg. 4,20).

Für Petrus und Johannes war das Reden von Jesus keine Frage des Willens, sondern eine der Leidenschaft. Sie hatten’ s ja gesehen, wie Jesus Menschen befreite und geheilt und begeistert hatte. Und sie hatten gehört, wie er ihnen das Reich Gottes zusprach und ihr Leben dadurch eine neue, uneingeschränkte Perspektive bekam: Die Zukunft gehört Gott, sie ist sein Reich! Darum können sie nicht schweigen, weil sie von dieser Zukunft, von dieser befreienden Macht Gottes bewegt und begeistert sind.

Was sind da die nur scheinbar Mächtigen, aber in Wirklichkeit doch hilflosen Drohgebärden der Jerusalemer Autoritäten des Hohen Rates. Sie können die Leidenschaft für Jesus nicht dämpfen, weil sie die Dynamik des Reiches Gottes nicht aufhalten können. Weil Gott es nicht zulässt, dass die Botschaft von Jesus Christus gehemmt wird, können Petrus und Johannes es nicht lassen, von Jesus weiter zu reden und leidenschaftlich zum Glauben einzuladen.

                 Aus Netzwerk 2/2009 von Holger Noack

 

 

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