Gott wendet sich mit diesem Satz an Josua. Mose ist tot und Josua, sein Nachfolger soll die Führung des Volkes Israel übernehmen und es nach vierzigjähriger Wüstenwanderung über den gefährlichen, reißenden Jordan ins verheißene Land führen. Doch das Land ist bewohnt und die Völker dort sind dem Volk Israel gegenüber feindlich gesinnt. Das ist eine große und auch angsteinflößende Herausforderung und Verantwortung für Josua. Deshalb ermutigt Gott Josua.

Gott hat Josua geboten, d.h. befohlen, er solle getrost und unverzagt sein. Es war keine Empfehlung oder ein gut gemeinter Rat, sondern ein Befehl. Gleichzeitig zu dem Befehl verspricht Gott Josua in allem mit ihm zu sein, was er tun wird. Gott verspricht Josua Gelingen und seine Wegbegleitung. Diese Zusagen Gottes machen Josua stark und mutig und so macht er sich auf den Weg und führt mit Gottes Hilfe das Volk Israel ins gelobte Land.

Diese Worte, die Gott Josua zugesagt hat, haben wir alle schon oft gehört. Doch diese Worte werden erst wirklich in Erfüllung gehen, wenn Josua bzw. wir uns mutig aufmachen, durch den Jordan zu gehen bzw. Schritte mit Gott zu gehen. Nur wenn wir uns in Bewegung setzen, werden wir erfahren, dass Gott mit uns geht. Das bedeutet nicht, dass von nun an alles gut sein wird; Sorgen, Täler und Traurigkeit werden uns nicht erspart bleiben – der Weg ins gelobte Land war auch nicht leicht und unkompliziert. Aber auf dem Weg mit Gott wächst in uns – durch dieses Wort - ein tiefes Vertrauen, das es uns möglich macht, Aufgaben und Herausforderungen in Angriff zu nehmen, auch wenn wir nicht wirklich wissen, was auf uns zukommen wird. Um uns auf Gottes Worte berufen zu können, müssen sie unser Wegbegleiter sein. Gott sagt deshalb auch zu Josua: „Und lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf dass du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust.“ Josua 1,8.

So können auch wir neue Wege gehen und uns darauf verlassen, dass nichts auf unseren Wegen passiert, was nicht in Gottes Plan ist.

Dorothea Fischer